Fünftes Hauptstück. Vom Arbeitslohne.

Arbeit hat, wie alle anderen Dinge, welche gekauft und verkauft werden und deren Menge vergrössert oder verkleinert werden kann, ihren natürlichen und ihren Marktpreis. Der natürliche Preis der Arbeit ist derjenige, welcher nothwendig ist, um die Arbeiter, einen mit dem anderen, in Stand zu setzen, zu bestehen und ihr Geschlecht fortzupflanzen, ohne Vermehrung oder Verminderung.

Die Fähigkeit des Arbeiters, sich selbst und die Familie zu ernähren, welche zur Erhaltung der Arbeiterzahl erforderlich sein kann, hängt nicht von der Geldmenge, welche er als Arbeitslohn empfangen mag, sondern von der Menge Nahrungsmittel, anderer Lebensbedürfnisse und Gemächlichkeiten ab, welche zum Unterhalte des Arbeiters und seiner Familie erforderlich sind. Mit einem Steigen des Preises der Nahrungsmittel und anderen Lebensbedürfnisse wird auch der natürliche Preis der Arbeit steigen; mit einem Sinken des Preises jener Ersteren geht auch der natürliche Preis der Letzteren herab.

Mit den Fortschritten der Gesellschaft hat auch immer der natürliche Preis der Arbeit ein Streben zum Steigen, weil Eines von den Hauptgütern, wodurch ihr natürlicher Preis geregelt wird, wegen der grösseren Schwierigkeit seiner Hervorbringung, ein Streben hat, theurer zu werden. So wie inzwischen die Verbesserungen im Ackerbaue, die Entdeckung neuer Märkte, von welchen man Unterhaltsmittel einführen kann, auf einige <67> Zeit diesem Streben nach einem Steigen der Preise der Lebensbedürfnisse entgegenwirken und ihren natürlichen Preis zu sinken veranlassen, so werden die nämlichen Ursachen die entsprechenden Wirkungen auf den natürlichen Preis der Arbeit hervorbringen.

Der natürliche Preis aller Güter, ausgenommen der Roherzeugnisse und der Arbeit, hat ein Streben zu fallen, mit der Zunahme des Wohlstandes und der Bevölkerung; denn, obgleich sie auf der einen Seite in ihrem Sachtauschwerthe, zufolge der Erhöhung des natürlichen Preises der Rohstoffe, aus denen sie verfertigt sind, in die Höhe getrieben werden, so wird dieser Erscheinung mehr als ein gleiches Gegengewicht gegeben durch die Verbesserungen im Maschinenwesen, durch bessere Theilung und Vertheilung der Arbeit, und durch Erhöhung der Geschicklichkeit der Hervorbringer, so wohl in der Wissenschaft als in der Kunst.

Der Marktpreis der Arbeit ist derjenige, welcher wirklich für dieselbe bezahlt wird, nach der natürlichen Wirksamkeit des Verhältnisses zwischen Angebot und Nachfrage; Arbeit ist theuer, wenn sie spärlich, und wohlfeil, wenn sie reichlich vorhanden ist. So viel nun auch der Marktpreis der Arbeit von ihrem natürlichen Preise abweichen mag, so hat er doch, wie die Güter, ein Streben, sich ihm nachzubilden.

Wann der Marktpreis der Arbeit ihren natürlichen Preis überschritten hat, dann ist die Lage des Arbeiters blühend und glücklich, dann hat er es in seiner Gewalt, über eine grössere Menge von Lebensbedürfnissen und Lebensgenüssen zu verfügen und deshalb eine gesunde und zahlreiche Familie zu erhalten. Wann jedoch zufolge der Ermunterung, welche hoher Arbeitslohn zur Vergrösserung der Bevölkerung gibt, die Arbeiterzahl zugenommen hat, hernach sinkt der Arbeitslohn wieder auf seinen natürlichen Preis und in der That zuweilen wegen der Gegenwirkung unter denselben.

Steht der Marktpreis der Arbeit unter ihrem natürlichen, alsdann ist die Lage der Arbeiter am elendesten, alsdann beraubt sie die Armuth um alle die Gegenstände körperlichen und gemüthlichen Wohlbehagens, welche die Sitte zu unerlässlichen Bedürfnissen gemacht hat. Erst, nachdem die Entbehrungen <68> ihre Anzahl verringert haben oder nachdem die Nachfrage nach Arbeit gestiegen ist, steigt der Marktpreis der Arbeit wieder bis zur Höhe ihres natürlichen Preises, und erst alsdann hat der Arbeiter wieder das mässige Wohlbehagen, welches der natürliche Stand des Arbeitslohnes gewähren kann.

Ungeachtet jenes Strebens des Arbeitslohnes, sich dem natürlichen Satze gleich zu bilden, kann dennoch der Marktsatz desselben, in einer fortschreitenden Gesellschaft, auf unbestimmte Zeit hinaus, ständig über demselben stehen; denn man kann dem Antriebe, welchen eine Kapitalvermehrung zu neuer Nachfrage nach Arbeit gibt, nicht eher folgen, als wann eine neue Kapital Vermehrung dieselbe Wirkung hervorbringt; und darum kann, wenn die Kapitalvermehrung allmälig und ständig ist, die Nachfrage nach Arbeit einen fortwährenden Reiz zur Vermehrung, der Bevölkerung unterhalten.

Kapital (Capital) ist derjenige Theil des Volksvermögens, welcher auf die Hervorbringung (production) verwendet wird, und besteht aus Nahrung, Kleidung, Werkzeugen, Rohstotfen, Maschinen u. s. w., die nothwendig sind, um die Arbeit, ins Werk zu setzen und derselben Erfolg zu geben.

Kapital kann zu gleicher Zeit der Menge nach steigen, während sein Tauschwerth steigt. Es kann zur Nahrung und Kleidung in einem Lande etwas hinzugesetzt werden, zur nämlichen Zeit, als mehr Arbeit als zuvor erforderlich ist, um jene Vermehrung hervorzubringen; in diesem Falle steigt nicht allein die Menge, sondern auch der Tauschwerth des Kapitals.

Oder aber das Kapital kann, ohne dass sein Tauschwerth. steigt, und sogar, während derselbe wirklich im Sinken begriffen ist, zunehmen. Es kann nicht nur zur Nahrung und Kleidung in einem Lande etwas hinzugefügt werden, sondern es kann zugleich dieser Zusatz mit Hilfe von Maschinen, ohne Vergrösserung, ja sogar unter entschiedener Verringerung der, zu ihrer Verfertigung erforderlichen, verhältnissmässigen Arbeitsmenge, hervorgebracht werden. Die Menge der Kapitalien kann wachsen, während nicht blos weder ihre Gesammtheit noch ein einzelner Theil davon einen grösseren Tauschwerth als zuvor hat, sondern sogar einen geringeren haben kann.

In dem ersten Falle wird der natürliche Preis der Arbeit, <69> welcher immer von dem Preise der Nahrung, Kleidung und anderer Lebensbedürfnisse abhängt, steigen; im zweiten wird er sich gleich bleiben oder fallen; aber in beiden Fällen wird der Marktsatz des Arbeitslohnes in die Höhe gehen, denn die Zunahme der Nachfrage nach Arbeit steht in geradem Verhältnisse zur Vermehrung des Kapitals; die Nachfrage nach Denjenigen, welche eine Arbeit zu verrichten Willens sind, steht in geradem Verhältnisse zu der zu vollbringenden Arbeit.

In beiden Fällen aber steigt dazu noch der Marktpreis der Arbeit über ihren natürlichen Preis, und strebt doch, sich demselben gleich zu stellen, nur wird im ersten Falle diese Uebereinstimmung am schnellsten erreicht sein. Die Lage der Arbeiter wird sich verbessern, aber nicht um vieles; denn der gestiegene Preis der Lebensmittel und anderer Bedürfnisse wird einen grossen Theil des erhöheten Arbeitslohnes verschlingen; folglich wird ein geringes Angebot an Arbeit, oder eine unbedeutende Zunahme der Bevölkerung, alsbald den Marktpreis auf den alsdann erhöheten natürlichen Preis der Arbeit zurückführen.

Im zweiten Falle wird die Lage des Arbeiters sehr stark verbessert; er wird einen erhöheten Geldlohn empfangen ohne einen erhöheten Preis für die Güter bezahlen zu müssen, die er mit seiner Familie verzehrt; vielleicht ist dieser sogar noch herabgegangen, und ehe eine grosse Zunahme der Bevölkerung eingetreten ist, wird der Marktpreis der Arbeit hernach nicht auf den alsdann niederen und herabgesetzten natürlichen Preis sinken.

Also mit jeder Verbesserung der Gesellschaft, mit jeder Vermehrung ihres Kapitals steigt auch der Marktpreis der Arbeit; allein der Fortbestand dieses Steigens hängt von der Frage ab, ob der natürliche Preis derselben sich ebenso gehoben habe; und dies dagegen hängt wieder vom Steigen des natürlichen Preises derjenigen Bedürfnisse ab, für welche der Arbeitslohn ausgegeben wird.

Man denke sich aber nicht, der natürliche Preis der Arbeit, wie derselbe gerade in Nahrungs- und anderen Bedürfnissmitteln geschätzt ist, sei unabänderlich festgesetzt und beständig. Er wechselt zu verschiedenen Zeiten in einem und demselben Lande und ist in verschiedenen Ländern der Sache nach sehr ver <70> schieden.1 Er hängt wesentlich von den Sitten und Gebräuchen des Volkes ab. Einem englischen Arbeiter würde sein Lohn unter dem natürlichen Satze und zu knapp für die Unterhaltung seiner Familie vorkommen, wenn er damit kein anderes Nahrungsmittel als Kartoffeln kaufen und dafür in keiner besseren Wohnung, als in einer schmutzigen Hütte, leben könnte; und dennoch werden in Ländern, wo »das Leben wohlfeil ist«, diese mässigen Wünsche der Natur für hinreichend gehalten und seine Bedürfnisse zur Zufriedenheit gestillt. Manche von den Bequemlichkeiten, welche man jetzt in einer englischen Arbeiterhütte geniesst, würden in früheren Zeiten unserer Geschichte für Ueppigkeiten gehalten worden sein.

Durch das mit den Fortschritten der Gesellschaft verbundene fortwährende Sinken der Gewerkswaaren und das immerwährende Steigen der Roherzeugnisse entsteht am Ende solch' ein Missverhältniss in ihrem gegenseitigen Tauschwerthe, dass in reichen Ländern ein Arbeiter, durch Aufopferung blos eines sehr geringen Theiles seiner Nahrung, sich in Stand gesetzt fühlt, für alle seine anderen Bedürfnisse reichlich zu sorgen.

Unabhängig von den Veränderungen im Tauschwerthe des Geldes, welche nothwendiger Weise den Arbeitslohn berühren, welche wir aber als nicht wirkend angenommen haben, da wir den Tauschwerth des Geldes als immer gleichbleibend betrachteten, scheint derselbe aus zwei Gründen einem Steigen oder Fallen unterworfen zu sein:

  1. wegen Angebot und Nachfrage nach Arbeitern, <71>
  2. wegen des Preises der Güter, auf welche der Arbeitslohn verwendet wird.

Auf verschiedenen Stufen der Gesellschaft geschieht die Anhäufung von Kapital oder die Ansammlung der Mittel, um Arbeit anzuwenden, mehr oder weniger rasch und muss in allen Fällen von den hervorbringenden Kräften der Arbeit abhängen. Diese aber sind allgemeinhin am grössten, wann Ueberfluss an fruchtbarem Boden ist: in solchen Zeitabschnitten geht die Kapitalansammlung oft so rasch vor sich, dass die Herbeischaffung von Arbeitern nicht mit derselben Schnelligkeit geschehen kann, wie jene des Kapitals.

Man hat durch Berechnung gefunden, dass unter günstigen Umständen eine Bevölkerung sich in fünfundzwanzig Jahren verdoppeln kann; aber unter denselben günstigen Umständen möchte sich wohl das Gesammtkapital eines Landes in noch kürzerer Zeit verdoppeln. In diesem Falle würde der Arbeitslohn während der ganzen Zeit ein Streben zum Steigen haben, weil die Nachfrage nach Arbeit noch schneller wachsen würde, als das Angebot.

In neuen Ansiedelungen, wo die Künste und Kenntnisse verfeinerter Länder eingeführt werden, hat wahrscheinlich das Kapital ein Streben nach schnellerem Anwachse als die Menschenzahl, und wenn der Mangel an Arbeitern nicht aus volkreicheren Ländern gedeckt würde, so würde dies Streben den Preis der Arbeit sehr stark in die Höhe treiben. Im Verhältnisse als solche Länder volkreich werden, und Boden schlechterer Beschaffenheit in Anbau gesetzt wird, nimmt das Streben nach einem Anwachse des Kapitals ab; denn der Ueberschuss an Erzeugnissen, welcher nach Befriedigung der Bedürfnisse der vorhandenen Bevölkerung verbleibt, muss nothwendiger Weise zur Leichtigkeit der Hervorbringung, oder mit anderen Worten, zu der geringeren Anzahl der zur Hervorbringung verwendeten Personen, im Verhältnisse stehen. Unerachtet es nun wahrscheinlich ist, dass unter den günstigsten Umständen die Kraft der Hervorbringung noch grösser ist, als die der Bevölkerung, so wird dies doch nicht lange so währen; denn, da die Grösse der Bodenfläche begrenzt und ihre Beschaffenheit verschieden ist, so wird mit jeder Vergrösserung des auf sie angelegten <72> Kapitals eine Abnahme des Ertragssatzes eintreten, während die Kraft der Bevölkerung immerfort dieselbe verbleibt.

In denjenigen Ländern, welche Ueberfluss an fruchtbarem Boden haben, deren Bewohner aber wegen Unwissenheit, träger Gleichgiltigkeit und grober Rohheit allen Uebeln des Mangels und der Hungersnoth ausgesetzt sind, und in welchen sich die Bevölkerung, wie man gesagt hat, um die Unterhaltsmittel drängt und drückt, sollten ganz andere Mittel ergriffen werden, als in längst bevölkerten und bebaueten Ländern nothwendig sind, in welchen zufolge der Abnahme des Angebotes an Roherzeugnissen alle Uebel einer dichten Bevölkerung erduldet werden. In dem einen Falle rührt das Uebel von einer schlechten Staatsverwaltung, von der Unsicherheit des Eigenthums und von dem Mangel an Erziehung unter allen Volksklassen her. Um glücklicher zu werden, brauchen die Menschen dort nur besser regirt und erzogen zu werden, denn die Vermehrung des Kapitals über die Zunahme der Bevölkerung hinaus wird das unausweichliche Ergebniss davon sein. Keine Zunahme der Bevölkerung kann zu gross sein, die Kräfte der Hervorbringung sind immer noch grösser. In dem anderen Falle wächst die Bevölkerung schneller als die Mittel zu ihrer Unterhaltung. Jede neue Anstrengung der Gewerb- und Betriebsamkeit wird, wenn sie nicht von einer Verminderung des Zuwachssatzes der Bevölkerung begleitet ist, das Uebel nur noch vermehren, denn die Hervorbringung kann mit ihr nicht Schritt halten.

Bei einer, sich um die Unterhaltsmittel drängenden und drückenden, Bevölkerung ist das einzige Abhilfsmittel entweder eine Verminderung der Bevölkerung oder eine raschere Ansammlung von Kapital. In reichen Ländern, in welchen bereits aller fruchtbare Boden angebauet ist, ist das letztere Mittel weder sehr ausführbar noch sehr wünschenswerth, weil sein Erfolg, wenn es sehr weit getrieben würde, kein anderer wäre, als alle Klassen der Bevölkerung gleich arm zu machen. Aber in armen Ländern, wo die Mittel der Hervorbringung im Ueberflusse vorräthig sind, indem noch nicht aller fruchtbare Boden in Anbau steht, sind jene beiden die einzig heilsamen und erfolgreichen Mittel zur Entfernung des Uebels, besonders da ihre Wirkung die sein wird, alle Klassen des Volkes zu erheben. <73>

Die Freunde der menschlichen Gesittung können nur wünschen, dass in allen Ländern die arbeitende Klasse einen Geschmack für die Gegenstände körperlichen und gemüthlichen Wohlbehagens und für Genüsse bekomme und durch alle gesetzlichen Mittel in ihren Anstrengungen noch angetrieben werde, um sich dieselben zu verschaffen. Es kann keine bessere Sicherung gegen eine übermässige Bevölkerung geben. In denjenigen Ländern, in welchen die arbeitende Klasse die wenigsten Bedürfnisse hat und mit der wohlfeilsten Nahrung zufrieden ist, ist das Volk den grössten Glückswechselfällen und dem grössten Elende ausgesetzt. Sie hat daselbst keinen Zufluchtsort gegen Jammer und Noth; sie kann ihr Heil nicht in einem niedrigeren Zustande suchen; sie steht bereits so niedrig, dass sie nicht tiefer sinken kann. Bei einem Mangel am Hauptgegenstande ihres Unterhalts gibt es wenige Ersatzmittel, mit denen sie sich helfen könnte, und Theuerung derselben ist von den meisten Schrecknissen der Hungersnoth begleitet.

In der natürlichen Entwickelung der Gesellschaft hat der Arbeitslohn ein Streben zu sinken, insofern derselbe von Angebot und Nachfrage bestimmt wird; denn das Angebot an Arbeitern fährt in einem und demselben Satze zu steigen fort, während die Nachfrage nach solchen in einem niedrigeren Satze steigt. Wenn zum Beispiele der Arbeitslohn durch einen jährlichen Zuwachs an Kapital von 2 % geregelt würde, so würde derselbe sinken, wenn nur eine Vermehrung um 1 1 / 2 % Statt fände. Er würde sogar noch tiefer sinken, wenn das Kapital blos um 1 oder 1 / 2 % stiege, und er würde so zu sinken fortfahren, bis das Kapital stetig würde, worauf es alsdann auch der Arbeitslohn würde und blos hinreichte, um die vorhandene Bevölkerung zu erhalten. Ich sage, der Arbeitslohn würde unter diesen Umständen fallen, wenn er blos durch Angebot und Nachfrage nach Arbeitern geregelt würde: allein wir dürfen nicht vergessen, dass derselbe auch durch die Preise der Güter bestimmt wird, für welche man ihn verwendet.

Wie die Bevölkerung steigt, so gehen auch die Lebensbedürfnisse im Preise in die Höhe, weil zu ihrer Hervorbringung mehr Arbeit erforderlich ist. Wenn alsdann der Geldlohn fallen sollte, während jedes Gut, wofür derselbe verwendet wird, <74> stiege, so würde der Arbeiter doppelt getroffen und alsbald seines Unterhaltes beraubt. Desshalb wird der Geldlohn, anstatt zu fallen, steigen; aber nicht hoch genug, um den Arbeiter in Stand zu setzen, sich so viele Gegenstände seiner Bedürfnisse und des Wohlbehagens zu kaufen, als vor dem Steigen des Preises dieser Güter. Wenn sein jährlicher Lohn vorher 24 £ oder 6 Quarter Getreide zu 4 £ war, so würde derselbe vermutlich, wenn der Getreidepreis auf 5 £ stiege, nur den Tauschwerth von 5 Quarter Getreide bekommen. Fünf Quarter aber würden alsdann 25 £ kosten; deshalb bekäme dann der Arbeiter noch eine Zugabe im Geldlohne, obgleich er mit derselben ausser Stande wäre, sich mit derselben Menge von Getreide und anderen Gütern zu versehen, welche er zuvor in seiner Familie verzehrte.

Ungeachtet nun der Arbeiter der Sache nach schlechter bezahlt wird, so wird diese Vermehrung seines Lohnes dennoch nothwendiger Weise die Gewinnste des Gewerbsunternehmers verringern; denn er wird seine Güter nicht zu einem höheren Preise verkaufen und doch steigt bei ihm die Ausgabe für die Hervorbringung. Dies soll jedoch bei unserer Untersuchung über die Grundgesetze, welche die Gewinnste regeln, betrachtet werden.

Es scheint nun, dass die nämliche Ursache, welche die Rente steigert, nämlich die wachsende Schwierigkeit, mit derselben verhältnissmässigen Arbeitsmenge eine grössere Masse von Nahrungsmitteln zu verschaffen, auch den Arbeitslohn in die Höhe treibt; und darum wird, wenn das Geld von unveränderlichem Tauschwerthe ist, beides, die Rente und der Arbeitslohn, ein Streben haben, mit der Zunahme des Volkswohlstandes und der Bevölkerung zu steigen.

Aber zwischen dem Steigen der Rente und des Arbeitslohnes ist ein wesentlicher Unterschied. Das Steigen des Geldwerthes der Rente ist von einer Vermehrung der Erzeugnissmasse begleitet; es ist nicht blos die Geldrente des Grundherrn, sondern auch seine Getreiderente grösser; er hat mehr Getreide und jedes bestimmte Maass davon wird gegen eine grössere Menge aller anderen Güter vertauscht, deren Tauschwerth nicht gesteigert wurde. Das Schicksal des Arbeiters ist weniger glück <75> lich; es ist zwar wahr, er bekommt mehr Geldlohn, aber sein Getreidelohn wird herabgesetzt; und nicht blos seine Verfügung über Getreide wird geschwächt, sondern seine Lage im Allgemeinen wird verschlimmert, da er es schwieriger findet, den Marktsatz des Arbeitslohnes über dem natürlichen Satze desselben zu erhalten. Während der Getreidepreis um 10 % steigt, geht der Arbeitslohn stets um weniger als 10 % in die Höhe, aber die Rente steigt immer mehr; die Lage des Arbeiters verschlimmert sich im Allgemeinen und die des Grundherrn verbessert sich stets.

Angenommen, der Lohn des Arbeiters sei jährlich 24 £ oder der Tauschwerth von 6 Quarter Weizen zu 4 £, und angenommen, die Hälfte seines Arbeitslohnes werde für Weizen, die übrige Hälfte oder 12 £ für andere Dinge ausgegeben. Dann bekommt er

24 £ 14 sh. wenn der 4 £ 4 sh. 8 d. oder den 5,83 Qrtr.
25 £ 10 sh. Quarter 4 £ 10 sh. 0 d. Tauschwerth 5,66 Qrtr.
26 £ 8 sh. steht zu 4 £ 16 sh. 0 d. von 5,50 Qrtr.
27 £ 8 sh. 6 d. 5 £ 2 sh. 10 d. 5,33 Qrtr.

Er bekommt diesen Lohn, um sich in Stand zu setzen, gerade eben so zu leben, und nicht besser, als wie zuvor; denn, da als Getreide zu 4 £ für den Quarter stand, musste er geben:

für 3 Quarter zu 4 £ 12 £
und für andere Dinge 12 £
24 £

Wenn der Weizen zu 4 £ 4 sh. 8 d. steht, so kosten ihm drei Quarter,

welche er und seine Familie verzehrt 12 £ 14 sh.
die anderen Dinge, ohne Preisveränderung 12 £ 0 sh.
24 £ 14 sh.
Steht der Weizen aber zu 4 £ 10 sh.,
dann kosten ihm drei Quarter 13 £ 10 sh.
und andere Dinge 12 £ 0 sh.
25 £ 10 sh.
Sobald der Weizen 4 £ 16 sh. gilt, dann kosten 14 £ 8 sh.
andere Dinge 12 £ 0 sh.
<76> 26 £ 8 sh.
Und wenn der Weizen zu 5 £ 2 sh. 10 d. steht
dann machen drei Quarter 8 sh. 6 d. 15 £ 8 sh. 6 d.
andere Dinge noch 12 £ 0 sh. 0 d.
27 £ 8 sh. 6 d.

Verhältnisse, als das Getreide theurer wird, bekommt er weniger Getreidelohn, aber sein Geldlohn steigt immer, während seine Genüsse, nach der obigen Unterstellung, genau dieselben bleiben. Allein so wie die Preise anderer Güter im Verhältnisse steigen, als Roherzeugnisse in ihre Verfertigung mit einfliessen, so hat er auch für manche davon mehr zu zahlen. Obschon ihm Thee, Zucker, Seife, Lichter und Hauszins vermuthlich nicht theurer zu stehen kommen, so muss er doch für Speck, Käse, Butter, Leinewand, Schuhe und Tuch mehr bezahlen; und desshalb wird, selbst bei obiger Vermehrung des Lohns, seine Lage vergleichsweise schlechter sein. Jedoch man kann sagen, ich habe die Wirkung des Arbeitslohnes auf den Preis unter der Voraussetzung betrachtet, dass das Gold oder das Geldmetall das Erzeugniss eines Landes sei, in welchem der Arbeitslohn sich veränderte; und die Folgerungen, welche ich gezogen habe, stimmten wenig mit dem wirklichen Stande der Dinge überein, weil das Gold ein Metall ausländischer Hervorbringung sei. Allein der Umstand, dass Gold ein ausländisches Erzeugniss ist, schwächt die Wahrheit der Behauptung nicht ab, weil gezeigt werden kann, dass die Wirkungen zuletzt und in der That unmittelbar dieselben sind, ob nun das Gold zu Hause aufgefunden oder von Aussen eingeführt worden ist.

Wenn der Arbeitslohn steigt, so geschieht dies im Allgemeinen, weil das Wachsen des Volkswohlstandes und Kapitals eine neue Nachfrage nach Arbeit veranlasst hat, welche unfehlbar mit einer gesteigerten Hervorbringung von Gütern verbunden ist. Um diese vermehrte Menge von Gütern, selbst zu demselben Preise wie zuvor, in Umlauf zu setzen, wird mehr Geld erfordert, mehr von jenem ausländischen Gute, aus welchem das Geld verfertigt wird und welches nur durch Einfuhr zu erlangen ist. Wann aber je irgend einmal ein Gut in grösserer Menge als vorher gesucht wird, so steigt sein verhältnissmässiger Tauschwerth im Vergleiche mit denjenigen Gütern, mit welchen seine Anschaffung bewirkt wird. Werden mehr Hüte gesucht, dann <77> steigt ihr Preis und man erhält für sie mehr Gold. Wird mehr Gold gesucht, dann steigt das Gold und fallen die Hüte im Preise, denn es ist alsdann eine grössere Anzahl Hüte und andere Dinge nöthig, um dieselbe Menge Gold zu erkaufen. Allein in dem angenommenen Falle zu sagen, dass die Güter steigen, weil der Arbeitslohn in die Höhe gehe, heisst einen entschiedenen Widerspruch aussprechen; denn zuerst sagen wir, das Gold steige im verhältnissmässigen Tauschwerthe zufolge der Nachfrage, und dann, es falle im verhältnissmässigen Tauschwerthe, weil die Preise steigen, zwei Wirkungen, welche mit einander gänzlich unvereinbar sind. Zu sagen, die Güter seien im Preise gestiegen, ist dasselbe als wie, das Geld sei im verhältnissmässigen Tauschwerthe herabgegangen, denn nach Gütern wird der verhältnissmässige Tauschwerth des Goldes geschätzt. Wenn denn nun alle Güter im Preise stiegen, so könnte das Gold nicht vom Auslande herkommen, um diese theueren Güter zu kaufen, sondern es würde vielmehr aus dem Lande hinaus wandern, um mit Vortheil zum Ankaufe von vergleichsweise wohlfeileren ausländischen Gütern verwendet zu werden. Es ergibt sich also, dass das Steigen des Arbeitslohnes die Güterpreise nicht in die Höhe treibt, es mag nun das Geldmetall im Inlande oder im Auslande gewonnen werden. Alle Güter können, nicht zu gleicher Zeit ohne Vermehrung der bisherigen Geldmenge steigen. Diese Vermehrung könnte man, wie wir bereits gezeigt haben, weder im Inlande bekommen noch vom Auslande einführen. Um im Auslande eine grössere Menge Goldes erkaufen zu können, müssen die Güter im Inlande wohlfeil sein, und nicht theuer. Die Goldeinfuhr und ein Steigen des Preises der im Inlande erzeugten Güter, mit welchen das Gold eingekauft oder bezahlt wird, sind an sich durchaus unvereinbare Wirkungen. Der ausgebreitete Gebrauch des Papiergeldes verändert diese Frage nicht, denn das Papiergeld bildet oder sollte seinen Tauschwerth bilden nach jenem des Goldes, und desshalb steht derselbe blos unter dem Einflusse solcher Ursachen, welche den Tauschwerth des Metalls bestimmen. Dies also sind die Gesetze, wonach sich der Arbeitslohn richtet und das Glück bei weitem des grössten Theils jedes Gemeinwesens gelenkt wird. Gleich allen anderen Verträgen sollte der Arbeitslohn dem reinen und freien Mitbewerbe des <78> Marktes überlassen sein und niemals durch Einmischung der Gesetzgebung beaufsichtigt werden.

Die klare und gerade Tendenz der Armengesetze ist in geradem Gegensatze zu diesen einleuchtenden Grundgesetzen. Sie ist nicht, wie die Gesetzgebung wohlwollend beabsichtigte, dazu angethan, die Lage der Armen zu verbessern, sondern die Lage der Armen und Reichen zugleich zu verschlechtern; anstatt den Armen reich zu machen, sind sie darauf berechnet, den Reichen arm zu machen, und so lange die gegenwärtigen Gesetze in Kraft sind, liegt es ganz im natürlichen Laufe der Dinge, dass die Mittel zum Unterhalte der Armen fortschreitend wachsen müssen, bis sie alles reine Einkommen des Landes oder wenigstens so viel davon verschlungen haben, als uns der Staat, nach Befriedigung seiner eigenen unaufhörlichen Forderungen für die öffentlichen Ausgaben, noch übrig lässt2.

Dies verderbliche Streben jener Gesetze ist nicht länger mehr ein Geheimniss, seitdem es durch die geschickte Hand von Malthus enthüllt ist; und jeder Freund der Armen muss heiss ihre Aufhebung wünschen. Unglücklicherweise haben sie schon so lange bestanden, und die Gewohnheiten der Armen haben sich durch ihre Wirksamkeit so gestaltet, dass es, um sie ohne Gefahr aus unserem Staatssystem mit den Wurzeln auszuziehen, der grössten Vorsicht und geschicktesten Leitung bedarf. Unter allen, welche für eine Zurücknahme dieser Gesetze am meisten gestimmt sind, stimmt man darin überein, dass, wenn es wünschenswerth ist, der überwältigendsten Noth derjenigen zuvorzukommen, zu deren Gunsten sie irrthümlich gegeben worden, ihre Abschaffung nur sehr langsam stufenweise geschehen darf.

Es ist eine über jeden Zweifel erhabene Wahrheit, dass das körperlich gemüthliche Wohlbehagen und die Wohlfahrt der <79> Armen bleibend nicht gesichert werden kann, ohne ihren eigenen Bedacht auf ihrer Seite oder ohne Anstrengung von Seiten der Gesetzgebung, die Zunahme der Armenzahl zu regeln und zu frühe und unvorsichtige Heirathen unter denselben weniger häufig zu machen. Die Wirksamkeit des Systems der Armengesetze war diesem gerade entgegengesetzt. Sie haben die Zurückhaltung überflüssig gemacht und die Unvorsichtigkeit sogar noch aufgemuntert, indem sie ihr einen Theil des Verdienstes der Klugheit und Betriebsamkeit darboten3.

Die Natur des Uebels gibt das Gegengift an. Durch stufenweise Verengerung des Kreises der Armengesetze, durch Einprägung des Werthes der Unabhängigkeit in das Herz der Armen, indem man ihnen zeigt, dass sie ihre Blicke nicht auf die ordnungsmässig eingerichtete oder zufällige Wohlthätigkeit richten müssten, sondern vielmehr auf ihre eigenen Anstrengungen für den Unterhalt, dass Klugheit und Vorsicht weder unnöthige noch unnütze Tugenden sind, - durch dieses werden wir uns stufenweise einem gesünderen und heilsameren Zustande nähern.

Kein Entwurf zur Verbesserung der Armengesetze verdient die mindeste Beachtung, welcher nicht ihre gänzliche Aufhebung zum letzten Zwecke hat; und derjenige ist der beste Freund der Armen und der Gründer menschlicher Gesittung, welcher aus einander setzen kann, wie dieser Zweck am Ende mit der grössten Sicherheit und zugleich mit der geringsten Gewaltthätigkeit erreicht werden kann. Nicht durch eine von der gegenwärtigen verschiedene Erhebungsart der Mittel für den Un <80> terhalt der Armen kann das Uebel gemildert werden. Es wäre nicht nur keine Verbesserung, sondern noch eine Erschwerung des Elends, welches wir entfernt zu sehen wünschen, wenn die Mittel im Betrag noch erhöht oder, nach einigen neuerlichen Vorschlägen, als allgemeiner Zusammenschuss des Landes im Ganzen erhoben würden. Die gegenwärtige Erhebungs- und Verwendungsart hat dazu gedient, ihre verderbliche Wirkung zu mildem. Jedes Kirchspiel erhebt seinen besonderen Zusammenschuss zum Unterhalte seiner eigenen Armen. Dadurch wird es Sache des eigenen Interesses und leichter ausführbar, die Beitragssätze niedrig zu halten, als wenn im ganzen Königreiche für die Armenunterstützung ein einziger allgemeiner Zusammenschuss erhoben würde. Ein Kirchspiel ist des eigenen Vortheils wegen viel mehr auf eine wirthschaftliche Erhebungsart der Beiträge und auf eine sparsame Vertheilung der Unterstützungen bedacht, wenn ihm das Ersparniss allein zu Gute kommt, als wenn hundert andere Kirchspiele an demselben Antheil zu nehmen haben.

Dieser Ursache allein haben wir die Thatsache zuzuschreiben, dass die Armengesetze noch nicht das ganze reine Volkseinkommen verschlungen haben; der Kraft, womit sie angewendet wurden, verdanken wir es, dass sie noch nicht überwältigend drückend geworden sind. Wenn jedes menschliche Wesen, das Mangel an Unterhalt hat, kraft des Gesetzes sicher sein kann, ihn zu erlangen, und in dem Maasse, um das Leben erträglich behaglich zu machen, so führt uns die blosse Lehre zu der Erwartung, dass alle anderen Steuern zusammen genommen im Vergleiche mit dieser einzigen Armensteuer leicht sein werden. Das Gesetz der Schwere ist nicht weniger gewiss, als das Streben solcher Gesetze, Wohlstand und Macht in Elend und Schwäche zu verwandeln; die Anstrengungen der Arbeit von Allem wegzuziehen, ausgenommen von den Gegenständen des blossen Unterhalts; den Verstand zu verkehren; den Geist beständig nur zu beschäftigen mit der Herbeischaffung der Bedürfnisse des Körpers; bis endlich alle Klassen mit der Plage allgemeiner Armuth behaftet sind. Zum Glücke waren diese Gesetze während der Zeit fortschreitender Wohlfahrt in Wirksamkeit, in welcher die Mittel zur Unterhaltung der Arbeit regelmässig zunahmen und <81> ein Wachsen der Bevölkerung hervorgerufen wurde. Aber wenn unsere Fortschritte langsamer werden sollten; wenn wir einmal in Stillstand gerathen sollten, wovon wir, wie ich hoffe und glaube, jetzt noch sehr ferne sind, dann wird die verderbliche Natur dieser Gesetze offenbarer und aufregender, und dazu noch ihre Aufhebung durch viele vermehrte Schwierigkeiten verhindert werden. <82>


1. »Wohnung und Kleidung, welche in dem einen Lande unerlässlich sind, können wohl in einem anderen durchaus unnöthig sein; und ein Arbeiter in Hindostan kann mit voller Kraft wohl seine Arbeit fortsetzen, obgleich er als natürlichen Arbeitslohn nur so viel Bedeckung empfängt, als in Russland unzureichend wäre, einen Arbeiter vor dem Untergange zu bewahren. Selbst in Ländern, welche unter einem Klima liegen, verursachen verschiedene Lebensgewohnheiten öfters ebenso beträchtliche Veränderungen im natürlichen Preise der Arbeit, als die natürlichen Ursachen.« R. Torrens, Essay on the External Corn Trade p. 68. (Versuch über den auswärtigen Getreidehandel). Dieser ganze Gegenstand ist vom Major Torrens sehr geschickt beleuchtet.

2. Ich stimme mit Buchanan in der folgenden Stelle, insoferne sie sich auf zeitweise Zustände des Elends bezieht, so weit überein, dass »das grosse Uebel in der Lage der Arbeiter die Armuth ist, welche entweder vom Mangel an Nahrungsmitteln oder von jenem an Arbeit herrührt, und dass in allen Ländern zu ihrer Unterstützung Gesetze ohne Zahl erlassen worden sind. Allein es gibt im gesellschaftlichen Zustande Trübsale, denen die Gesetzgebung nicht abhelfen kann; und es ist desshalb nützlich, ihre Grenze zu kennen, damit wir nicht, vor dem Streben nach dem Unausführbaren, das Gute verfehlen, dessen Erreichung wirklich in unserer Macht steht.« Buchanan p. 64 .

3. Die Fortschritte an Einsicht, welche sich über diesen Gegenstand im Hause der Gemeinen seit 1796 zeigten, waren zum Glücke nicht sehr klein, wie man ersehen kann, wenn man den letzten Bericht des Ausschusses für die Armengesetze und folgende Ansichten von Pitt von diesem Jahre einander gegenüber stellt. »Lasset uns, sagt er, Unterstützung geben, wo eine Anzahl von Kindern, anstatt ein Grund für Schmach und Verachtung, eine Rechts- und Ehrensache ist. Dies wird eine grosse Familie zum Segen und nicht zu einem Fluche machen; und dies wird eine Unterscheidungslinie ziehen zwischen denjenigen, die durch eigene Arbeit für sich selber sorgen können, und denjenigen, welche, nachdem sie ihr Vaterland mit einer Anzahl Kinder bereichert haben, einen Anspruch auf dessen Unterstützung in ihrem Unterhalte haben.« Hansard , Parliamentary History vol. 32 p. 7i0. (Geschichte des Parlaments.)