Fünfundzwanzigstes Hauptstück. Vom Kolonialhandel.

A. Smith hat in seinen Untersuchungen über den Kolonialhandel zur Genüge die Vortheile eines freien Handels und die Ungerechtigkeit dargethan, welche die Kolonien erdulden, wenn sie durch ihr Mutterland gehindert sind, ihre Erzeugnisse auf dem theuersten Markte abzusetzen und ihre Gewerksgüter und anderen Bedarfsvorräthe auf dem wohlfeilsten Markte zu kaufen. Er hat gezeigt, dass, wenn jedem Lande gestattet ist, die Erzeugnisse seiner Gewerb- und Betriebsamkeit frei umzusetzen, wann und wo es ihm gefällt, die beste Theilung der Arbeit in der Welt entsteht und der grösste Ueberfluss an Bedürfnissen und Genüssen des menschlichen Lebens gesichert wird.

Er hat auch versucht zu zeigen, dass diese Handelsfreiheit wie sie ohne Zweifel das Interesse der Gesammtheit fördert, auch das eines jeden einzelnen Landes vorwärts bringt; und dass die engherzigen Staatsmaassregeln, welche die Länder Europas in Betreff ihrer Kolonien ergriffen, den Mutterländern selbst nicht weniger schädlich sind, als den Kolonien, deren Interessen dabei aufgeopfert werden.

»Der Alleinhandel mit den Kolonien,« sagt er, »drückt, wie alle anderen kleinlichen und feindseeligen Hilfsmittel des Handelssystems, die Gewerb- und Betriebsamkeit aller anderen Länder, aber hauptsächlich jene der Kolonien, ohne dieselbe in dem Lande, zu dessen Gunsten sie eingeführt werden, auch nur im Geringsten zu erhöhen, welche er im Gegenlheile vermindert.«1 <307>

Diese Seite seines Gegenstandes ist indessen nicht so klar und überzeugend gezeigt, als wie er die Ungerechtigkeit dieses Systems gegen die Kolonien darthut.

Ich denke, man kann bezweifeln, ob ein Mutterland nicht zuweilen von den Beschränkungen, welchen es seine Kolonien unterwirft, Vortheil hat. Wer kann zweifeln, dass zum Beispiel, wenn England eine französische Kolonie wäre, Frankreich aus einer hohen Ausfuhrprämie auf Getreide, Tuch oder irgend andere Waaren, welche England bezahlte, Vortheile bezöge? Bei der Untersuchung der Frage über Prämien unter der Annahme, dass der Getreidepreis in England 4 £ für den Quarter sei, haben wir gesehen, dass das Getreide bei einer in England ausgesetzten Ausfuhrprämie von 10 sh. für den Quarter, in Frankreich auf 3 £ 15 sh. herab gebracht worden wäre. Wäre nun vorher das Getreide in Frankreich zu 3 £ 15 sh. für den Quarter gestanden, so hätten die französischen Zehrer an jedem Quarter eingeführten Getreides 5 sh. gespart; und, wenn der natürliche Preis des Getreides in Frankreich 4 £ gewesen wäre, den ganzen Betrag der Prämie mit 10 sh. für den Quarter gewonnen. Frankreich würde auf diese Art um den Betrag des Verlustes, den England litte, im Vortheile sein; es würde nicht einen blossen Theil, sondern alles gewinnen, was England verlöre.

Man kann indessen sagen, eine Ausfuhrprämie sei eine Maassregel der inneren Politik und könne nicht wohl vom Mutterlande eingeführt werden.

Entspräche es dem Vortheile Jamaicas und Hollands, die Waaren, welche ein jedes von ihnen hervorbringt, ohne Dazwischenkunft von England, gegenseitig auszutauschen, so würden ganz gewiss, wenn sie daran gehindert wären, die Interessen Hollands und Jamaicas darunter leiden; ist dagegen Jamaica gezwungen, seine Güter nach England zu schicken und dort gegen holländische Waaren zu vertauschen, so wird dabei ein englisches Kapital oder eine englische Geschäftsführung in einem Handel angelegt, in welchem es sonst nicht geschehen wäre. Derselbe ist durch eine Prämie darthin gelockt, welche aber nicht England, sondern Holland und Jamaica entrichtet.

Dass der, zufolge einer unvortheilhaften Vertheilung der Arbeit in beiden Ländern, erlittene Verlust dem Einen der <308> selben zum Vortheile wird, während das Andere mehr als den wirklich von solch' einer Vertheilung herrührenden Verlust zu dulden hat, ist von A. Smith selbst behauptet worden; dies beweist, wenn es wahr ist, zugleich, dass eine Maassregel, welche einer Kolonie nachtheilig ist, dem Mutterlande theilweise vortheiihaft sein kann.

Wo derselbe von den Handelsverträgen spricht, sagt er: »Wann ein Volk durch einen Vertrag die Verbindlichkeit eingeht, entweder gewissen Gütern eines auswärtigen Staats den Eingang zu gestatten, den es den Gütern aller anderen Länder versagt, oder die Güter des einen Landes zollfrei zu lassen, welche sie bei allen anderen Ländern einem Zolle unterwirft, so muss jenes Land oder wenigstens der Handels- und Gewerksstand des Landes, das so begünstigt ist, von dem Vertrage nothwendig grosse Vortheile ziehen. Diese Handels- und Gewerksleute geniessen in dem Lande, welches gegen sie so nachsichtig ist, eine Art von Monopol. Dieses Land wird für sie ein sowohl ausgedehnterer als vortheiihafterer Markt für ihre Güter; ein ausgedehnterer, weil es, da die Güter anderer Völker entweder ganz ausgeschlossen oder mit höheren Zöllen belegt sind; denselben eine grössere Menge abnimmt; ein vortheilhafterer, weil die Handelsleute des begünstigten Landes, da sie daselbst eine Art von Monopol geniessen, ihre Güter öfters zu besseren Preisen absetzen werden, als wenn sie dem freien Mitbewerbe aller anderen Völker blosgestellt wären.«2

Lasse man die zwei Länder, zwischen welchen der Handelsvertrag besteht, das Mutterland und seine Kolonie sein, und A. Smith gibt, es ist einleuchtend, zu, dass ein Mutterland aus der Unterdrückung seiner Kolonie Vortheil zieht. Es lässt sich indessen dagegen bemerken, dass, wenn das Monopol des ausländischen Marktes nicht ausschliesslich in der Hand einer Gesellschaft liegt, die auswärtigen Käufer für die Waaren nicht mehr bezahlen werden, als die einheimischen; der Preis, welchen sie beide bezahlen, wird nicht sehr verschieden sein von dem natürlichen Preise derselben in demjenigen Lande, wo sie erzeugt sind. England zum Beispiel wird unter gewöhnlichen Umständen immer im Stande sein, französische Güter zu dem natürlichen Preise derselben in Frankreich zu kaufen, und Frank <309> reich würde ein gleiches Vorrecht haben, englische Güter zu ihrem natürlichen Preise in England zu kaufen. Aber zu diesen Preisen würden die Güter ohne Vertrag gekauft werden. Welchen Vortheil oder Nachtheil hat denn nun der Vertrag für beide Theile?

Der Nachtheil des Vertrags würde für das einführende Land folgender sein: Er würde dasselbe verbindlich machen, zum Beispiel, von England eine Waare zu ihrem natürlichen Preise in England zu kaufen, während es dieselbe vielleicht in einem anderen Lande zu einem noch geringeren natürlichen Preise hätte kaufen können. Er verursacht also eine unvortheilhafte Vertheilung des allgemeinen Kapitals, welche hauptsächlich dem Lande zur Last fällt, das durch den Vertrag gehalten ist, auf dem wenigst vortheilhaften Markte zu kaufen; aber er verschafft dem Verkäufer keinen Vortheil aus dem angenommenen Monopole, denn er ist durch den Mitbewerb seiner eigenen Landsleute verhindert, seine Güter höher, als zum natürlichen Preise zu verkaufen, zu welchem er sie absetzen würde, ob er sie nun nach Frankreich, Spanien oder Westindien ausführte, oder aber an die inländischen Zehrer verkaufte.

Worin besteht denn nun der Vortheil jener Bestimmung in dem Vertrage? Er besteht darin: Jene besonderen Güter hätten in England für die Ausfuhr nicht verfertigt werden können, wenn es nicht das Vorrecht hätte, jenen besonderen Markt allein zu versorgen; denn der Mitbewerb desjenigen Landes, in welchem der natürliche Preis noch niedriger ist, hätte dasselbe der Gelegenheit, dort jene Waaren zu verkaufen, beraubt. Dies wäre indessen von geringer Bedeutung gewesen, wenn England ganz sicher wäre, dass es zu demselben Betrage irgend andere Güter, welche es verfertigen könnte, entweder auf dem französischen Markte oder mit gleichem Nutzen auf irgend einem anderen anbringen könnte. Was England in Aussicht hat, ist z. B. der Einkauf französischer Weine im Ganzen zu einem Tauschwerthe von 5000 £ - es wünscht denn also irgendwo Güter zu verkaufen, die ihm zu jenem Zwecke 5000 £ einbringen. Gibt ihm Frankreich ein Monopol des Tuchmarktes, so wird es alsbald Tücher zu dem Zwecke ausführen; ist nun aber der Handel frei, so kann der Mitbewerb anderer Länder <310> ein Hindemiss sein, dass der natürliche Preis des Tuches in England nicht niedrig genug ist, um es in Stand zu setzen, aus dem Tuchverkaufe 5000 £ einzunehmen und durch eine derartige Anwendung seines Kapitals den üblichen Gewinn zu beziehen. Die Gewerbsamkeit von England muss also auf ein anderes Gut übergehen; allein es kann auch unter seinen Erzeugnissen keines haben, welches es bei dem einmal bestehenden Tauschwerthe des Geldes zu dem in anderen Ländern bestehenden natürlichen Preise verkaufen könnte. Was ist die Folge davon? die Weintrinker in England sind immer noch geneigt, für ihren Wein 5000 £ zu geben, und folglich werden 5000 £ in Geld zu diesem Zwecke nach Frankreich ausgeführt. Durch diese Geldausfuhr wird der Tauschwerth des Geldes in England erhöht und in anderen Ländern erniedrigt; und damit wird der natürliche Preis aller Erzeugnisse der brittischen Gewerb- und Betriebsamkeit ebenfalls herabgesetzt. Die Erhöhung des Tauschwerthes des Geldes ist dasselbe, was das Sinken der Preise der Güter. Um 5000 £ zu bekommen, können nun brittische Waaren ausgeführt werden; denn sie können jetzt bei ihrem verringerten natürlichen Preise mit den Gütern anderer Länder in Mitbewerb treten. Bei diesen niedrigen Preisen werden indessen mehr Güter verkauft, um die erforderlichen 5000 £ zu bekommen, welche, wenn sie eingegangen sind, nicht die nämliche Menge Wein verschaffen können; denn, während die Verminderung der Geldmenge in England die natürlichen Preise der Güter daselbst herabsetzte, erhöhete die Vermehrung der Geldmenge in Frankreich die Preise der Güter, und insbesondere auch die des Weines in diesem Lande. Es wird also nach England gegen seine Waaren bei völlig freiem Handel weniger Wein eingeführt werden, als wann es durch Handelsverträge besonders begünstigt ist. Der Gewinnstsatz wird sich indessen nicht verändert haben; das Geld wird seinen verglichenen Tauschwerth in den zwei Ländern verändert haben, und der Vortheil, der Frankreich dabei zukommt, wird darin bestehen, dass es für eine gegebene Menge französischer Waaren eine grössere Menge englischer erhält, während der Verlust, den England erleidet, darin bestehen wird, dass es für <311> eine gegebene Menge englischer Güter eine geringere Menge französischer bekommt.

Der auswärtige Handel wird denn also, sei er erschwert, begünstigt oder frei, immer fortgehen, welcherlei verhältnissmässige Schwierigkeit der Hervorbringung in verschiedenen Ländern bestehen mag; allein er kann nur durch Veränderungen im natürlichen Preise und nicht im natürlichen Tauschwerthe, zu welchem in diesen Landern die Güter hervorgebracht werden, geregelt werden, und dies wird durch Veränderungen in der Vertheilung der Edelmetalle bewirkt. Diese Auseinandersetzung bestätigt die sonstwo von mir aufgestellte Ansicht, dass es keine Auflage, keine Prämie, oder keine Sperrung der Aus- und Einfuhr von Waaren gibt, welche keine Veränderung in der Vertheilung der Edelmetalle bewirkt und folglich nicht überall die natürlichen und Marktpreise der Waaren abändert.

Es ist denn also einleuchtend, dass der Handel mit einer Kolonie dergestalt geregelt werden kann, dass er zu gleicher Zeit für die Kolonie weniger und für das Mutterland mehr Vortheile hervorbringt, als ein völlig freier Kolonialverkehr. Wie es einem einzelnen Zehrer Nachtheile bringt, wenn er in seinen Käufen auf einen einzigen Kaufladen beschränkt ist, so bringt es auch einem Volke von Zehrern Nachtheile, wenn es gezwungen ist, von einem einzigen Lande zu kaufen. Gäbe der Laden oder das Land die gesuchten Güter am wohlfeilsten, so dürften sie sicher sein, dass sie dieselben auch ohne ein solches ausschliessliches Privilegium verkaufen würden; verkauften sie dieselben aber nicht wohlfeiler, so würde das allgemeine Interesse verlangen, dass man sie nicht aufmuntere, ein Geschäft fortzutreiben, das sie nicht mit gleichem Vortheile wie andere führen könnten. Der Laden oder das Verkaufsland könnte bei einer Geschäftsveränderung verlieren, aber der allgemeine Vortheil ist niemals so völlig gesichert, als bei der hervorbringendsten Vertheilung des allgemeinen Kapitals, d. h. bei allgemein freiem Verkehre.

Eine Vermehrung der Hervorbringungskosten eines Gutes wird, wenn es ein Gegenstand ersten Bedürfnisses ist, nicht nothwendig seine Verzehrung vermindern; denn, obschon das allgemeine Vermögen der Käufer, zu verzehren, durch das <312> Steigen des Preises eines Gutes abnimmt, so können sie doch den Verbrauch eines anderen aufgeben, deren Hervorbringungskosten nicht gestiegen sind. In diesem Falle wird die begehrte und angebotene Menge dieselbe sein, wie zuvor; nur die Hervorbringungskosten werden gestiegen sein und dennoch wird und muss der Preis steigen, damit der Gewinnst des Hervorbringers dieses gestiegenen Gutes auf den Gleichstand komme mit den Gewinnsten, welche in anderen Gewerben gemacht werden.

Say erkennt an. dass die Hervorbringungskosten die Grundlage des Preises seien, und doch behauptet er an verschiedenen Stellen seines Buches, der Preis werde durch das Verhältniss zwischen Nachfrage und Angebot bestimmt. Der wirkliche und letzte Regler des gegenseitigen Tauschwerthes zweier Waaren sind ihre Hervorbringungskosten und nicht die entsprechenden Mengen derselben, welche hervorgebracht werden können, noch der Mitbewerb unter den Käufern.

Nach A. Smith's Ansicht hat der Kolonialhandel, weil in ihm brittisches Kapital allein angelegt werden kann, den Gewinnstsatz in allen anderen Handelsgeschäften erhöht; und da nach seiner Meinung hoher Gewinnst, sowie auch hoher Arbeitslohn, die Güterpreise erhöht, so denkt er auch, das Monopol des Kolonialhandels sei dem Mutterlande schädlich gewesen, weil es nämlich demselben die Möglichkeit, seine Gewerksgüter so wohlfeil wie andere Länder abzugeben, vermindert habe. Er sagt: »In Folge des Monopols hat die Zunahme des Kolonialhandels nicht sowohl eine Vergrösserung des Handels, den Grossbritannien bereits vorher gehabt hatte, als vielmehr eine gänzliche Veränderung seiner Richtung veranlasst. Zweitens, dieses Monopol hat nothwendig dazu beigetragen, den Gewinnstsatz in allen verschiedenen Zweigen des brittischen Handels höher zu steigern, als er natürlich gestiegen sein würde, wenn allen Völkern ein freier Verkehr mit den brittischen Kolonien gestattet gewesen wäre.« »Allein was in einem Lande den gewöhnlichen Gewinnstsatz höher steigert, als er sich sonst stellen würde, unterwirft dieses Land zugleich einem fest bestimmten und einem verhältnissmässigen Nachtheile in jedem Zweige des Handels, dessen Monopol es nicht hat. Es unterwirft dasselbe <313> einem bestimmten Nachtheile, weil seine Handelsleute in solchen Handelszweigen diesen grösseren Gewinn nicht machen können, wenn sie nicht sowohl die Güter fremder Länder, welche sie in ihr Vaterland einführen, als auch die Güter des eigenen Vaterlandes, welche sie in fremde Länder ausführen, theurer verkaufen, als sie sonst sie verkaufen würden. Ihr eigenes Vaterland muss theurer kaufen und theurer verkaufen, muss weniger kaufen und weniger verkaufen, muss weniger gemessen und weniger hervorbringen, als es sonst kaufen, verkaufen, geniessen und hervorbringen würde.«

»Unsere Handelsleute klagen häufig über den hohen Arbeitslohn in Grossbritannien, als die Ursache davon, dass ihre Gewerkswaaren auf auswärtigen Märkten durch wohlfeile Preise verdrängt würden; allein sie sind ganz still zu ihren hohen Kapitalgewinnsten. Sie klagen über den übermässigen Gewinnst anderer Leute, aber sagen nichts von ihrem eigenen. Der hohe Kapitalgewinnst in Grossbritannien kann indessen zur Preiserhöhung der brittischen Gewerkswaaren in vielen Fällen so viel und in einigen vielleicht sogar mehr beitragen, als der hohe Arbeitslohn in Grossbritannien.« 3

Ich gebe zu, dass das Monopol des Kolonialhandels die Richtung des Kapitals, und zwar oft auf nachtheilige Weise, verändert; allein aus demjenigen, was ich bereits in Betreff des Gewinnstes gesagt habe, wird man ersehen haben, dass kein Uebergang von einem auswärtigen Handelsgeschäfte zu einem anderen, oder vom Binnenhandel zum auswärtigen, meiner Meinung nach, den Gewinnstsatz treffen kann. Der zu erduldende Nachtheil ist kein anderer, als den ich schon beschrieben habe; es wird sich eine schlechtere Vertheilung des allgemeinen Kapitals und der Gewerbsamkeit einstellen und desshalb weniger hervorgebracht werden. Der natürliche Preis der Güter wird in die Höhe gehen und der Zehrer wird desshalb, obschon er zu dem nämlichen Geldwerthe zu kaufen vermag, doch eine geringere Menge Güter bekommen. Zudem wird man ersehen haben, dass das Monopol, selbst wenn es eine Erhöhung der Gewinnste bewirkte, doch nicht die geringste Veränderung in den Preisen veranlassen würde, da die Preise weder durch den Arbeitslohn noch durch den Gewinnst bestimmt werden. <314>

Und stimmt A. Smith nicht mit dieser Ansicht überein, wo er sagt, »die Preise der Güter, oder der Tauschwerth von Gold und Silber, verglichen mit den Gütern, hänge von dem Verhältniss zwischen der Arbeitsmenge, welche nothwendig sei, um eine gewisse Gold- und Silbermenge auf den Markt zu bringen, und derjenigen, welche erforderlich sei, um eine gewisse Menge irgend einer anderen Art Güter dorthin zu schaffen, ab?«4 Diese Menge wird unverändert bleiben, mag der Gewinnst hoch oder niedrig, oder der Arbeitslohn niedrig oder hoch sein. Wie kann denn also ein. hoher Gewinnst die Preise der Güter erhöhen ? <315>


1. Smith 4.7.142

2. Smith 4.6.Anfang

3. Smith 4.7.125 - 127

4. Smith 2.2.75