3. Absonderung einzelner Teile des Mehrwerts in Form verschie dener Revenuen. Verhältnis von Zins und industriellem Profit. Irrationalität der fetischisierten Formen der Revenue 465

Ist der Profit 15 % des Kapitals und der Zins 5 %, so ist er 5 % des Profits, also 0,75 % des Kapitals statt 5 %, Flaschenpfand, nicht Flascheninhaltspfand. Auch bei der Rente gilt, »von den Feudalherren lernen heißt siegen lernen«, denn der Fünfte wird im Nachhinein nicht auf die Ernte, sondern auf den Überschuss erhoben. Kein Überschuss, keine Rente, kein Zins. No risk, no fun. Zum ersten Mal in der Geschichte werden die beiden Wucherer in Grund und in Geld ein Risiko für die Brosamen tragen, die auf dem Acker und in der Fabrik für sie abfallen, und dies allein, weil Marx den Mehrwert bloßgelegt hat

Der wesentliche Unterschied zwischen zwei oder mehr Partnern, die sich den Profit teilen und dem Kapitalist und dem Zinsnehmer ist der, dass die Teile des Profits von Partner1 und Partner2 zwei getrennte Teile sind, die zusammen den ganzen Profit ergeben, während der dem Kapitalisten verbleibende Profit ein Teil des Ganzen ist und der Zins ein Teil des Teils des Ganzen, die zwar zusammen auch das Ganze sind, aber nicht als Teil und Teil, sondern als Teil und Teil des Teils.

[+]P = der ganze Profit

(+)P = der Teil des Profits

(+)(+)P = der Teil des Teils des Profits

Auch Turgot sagt zunächst, dass der Zinsnehmer nur einen Teil des Überschusses abhaben will ( quelle ) , berechnet dann aber den Zins auf das Ganze, statt auf den Teil, weil es der Brauch so will bzw. mit dem Argument, dass der Geldverleiher ja mit seinem Geld auch hätte produzieren und einen Profit hätte machen können. Andrerseits sagt Turgot selbst, dass der Wucher eines der Geschäfte ist, mit dem man ohne Arbeit Geld verdienen kann. Als ob es jemals einen Wucherer gab und geben wird, der arbeitet.