4. Bray als Gegensatz gegen die Ökonomen 313

zu p. 34: »Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und auf den Gedanken kam zu sagen 'Dies ist mein' und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre, Begründer der zivilen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viele Leiden und Schrecken hätte nicht derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: 'Hütet euch davor, auf diesen Betrüger zu hören. Ihr seid verloren? wenn ihr vergeßt, daß die Früchte allen gehören und daß die Erde niemandem gehört!'«

sagt Rousseau am Vorabend der Beseitigung der feudalen Herrschaft (Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen).

Die ihm begeistert folgende Bourgeoisie hat zwar die feudale Herrschaft, nicht aber das feudale Eigentum abgeschafft. Die Herren des sozialen Kapitalismus werden keine große Scheu haben, dieses das die gesellschaftliche Produktion verunstaltende Gebilde aus dem Körper der Bourgeoisie zu schneiden und dort zu implantieren, wo es hingehört. Dies wird im dritten Band des »Kapital« besprochen. Die vielstufige Akkumulation von C1, C2, C3, ... ist jedoch in Ordnung.

Die Zirkulation zwischen Kapitalist und Arbeiter tauscht Ungleiches aus, nicht Gleiches. Auf der Ungleichheit dieses Austausches beruht die Gleichheit des Austausches in der Warenzirkulation, bei der jeder Kapitalist bei jedem Verkauf, das Geld aus dem ungleichen Austausch zwischen ihm und dem Arbeiter zieht, aber zwischen Kapitalist und Kapitalist Gleiches mit Gleichem vergolten wird. Bray hat hier recht.

»Die Maschinerie selbst ist gut, ist unentbehrlich; aber ihre Anwendung, der Umstand, daß sie besessen ist von Individuen statt von der Nation, ist schlecht« 318

Bray befindet sich hier in demselben Irrtum wie Marx. Nicht die Rückeroberung der Produktionsmittel wird das letzte Gefecht zwischen Ausbeuter und Ausgebeutetem sein, sondern die Rückeroberung des mit den Produktionsmitteln geschaffenenen Überschusses durch seinen rechtmäßigen Eigentümer. Die Produktionsmittel sollen die Kapitlaisten behalten. Sie sind das einzige, mit dem sie vernünftig umgehen können. Ob sich nach diesem letzten Gefecht irgend wann einmal eine »klassenlose« Gesellschaft entwickeln wird und ob dies erstrebenswert ist, sei dahingestellt.

Nach dem jetzt anstehenden letzten Gefecht jedoch werden die Arbeiter dankbar auf die Dienste der kapitalistischen und der politischen Klasse zurückgreifen und sich nicht deren Arbeit selbst aufhalsen. Sie haben mit der Erzeugung des Reichtums genug zu tun. Der spießbürgerliche Traum von den eigenen Produktionsmitteln ist für die Arbeiter ein für allemal ausgeträumt.