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Gedruckt nachzulesen in: Wladimir Iljitsch Lenin: Werke. Herausgegeben vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED.
Band 22, 3. Auflage, unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1960, Berlin/DDR. S. 189-309.
Erstellt am 20.02.1999.
2. Korrektur 29.10.2000

Der Text erscheint in ame-nde.de mit freundlicher Genehmigung des Betreibers von mlwerke.de. Neu gelesen und mit Anmerkungen versehen von Lothar Seidel, Frankfurt am Main 2017, 2022

Wladimir Iljitsch Lenin

Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus

Gemeinverständlicher Abriß

Geschrieben Januar-Juni 1916.
Zuerst veröffentlicht Mitte 1917 als Broschüre in Petrograd vom Verlag "Shisn i Snanije"; das Vorwort zur französischen und deutschen Ausgabe 1921 in der Zeitschrift "Kommunistitscheski Internazional" Nr. 18.
Nach dem Manuskript, verglichen mit dem Text der Broschüre; das Vorwort zur französischen und deutschen Ausgabe nach der Zeitschrift.

  1. Konzentration der Produktion und Monopole
  2. Die Banken und ihre neue Rolle
  3. Finanzkapital und Finanzoligarchie
  4. Der Kapitalexport
  5. Die Aufteilung der Welt unter die Kapitalistenverbände
  6. Die Aufteilung der Welt unter die Großmächte
  7. Der Imperialismus als besonderes Stadium des Kapitalismus
  8. Parasitismus und Fäulnis des Kapitalismus
  9. Kritik des Imperialismus
  10. Der Platz des Imperialismus in der Geschichte

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Anmerkung zum Kommentar in ame-nde.de

Weil ihn seine deutschen Lehrer bei der Analyse der Innenansicht des kapitalistischen Systems im Stich gelassen haben, hat sich Lenin um die Außenansicht der kapitalistischen Staaten untereinander gekümmert. Und das war für sein Land, das zum Spielball von zwei oder drei kapitalistischen Ländern geworden war, die richtige Entscheidung.

Wir als die Bürger eines Landes, das mit vier oder fünf Kumpanen 90 % der Länder des Erdballs zu seinen Spielbällen macht, haben die Pflicht, das von Kautsky und den deutschen Sozialdemokraten Versäumte nachzuholen und die Analyse der Innenansicht des Kapitalismus an der Stelle wieder aufzunehmen, an der sie Marx durch seinen frühen Tod unvollendet hinterlassen musste. Wir müssen die drei Fragen beantworten, die Marx nicht mehr beantworten konnte:

Was tun mit dem Mehrwert?

Was tun mit der Grundrente?

Was tun mit dem Zins?

in einer sozialen Gesellschaft.

Lothar Seidel, Frankfurt am Main im März 2017

Lenins Feststellung, dass der Kapitalismus in seine letzte Phase eingetreten ist, scheint nur eine der oftmaligen und noch nie wahrgewordenen Voraussagen des Marxismua zu sein. Jedesmal, wenn die kleine Bande aus wenigen Reichen an ihrer Gefräßigkeit zu erstikken droht, schlägt sie Mensch und Material global zu Brei und verdient an ihren Vernichtungsfeldzügen genauso wie am Wiederaufbau danach.

Um die Verteilung von Mehrwert und dessen Teilen Grundrente und Zins gerecht vornehmen zu können, muss dieser Bande vorübergehend das Handwerk gelegt und ihr der Mehrwert weggenommen werden.

Dazu bedarf es nicht nur einer revolutionären Partei nach dem Vorbild Lenins, sondern auch einer Truppe von Ökonomen und Politikern, die die richtigen Schlussfolgerungen aus den drei Bänden des „Kapital“ gezogen hat und die sachkundig mit dem Eroberungsgut umgehen kann. Eine Anregung zum Studium geben das hier vorliegende „Manifest der Kapitalistischen Partei“ sowie die Bearbeitung der drei Bände des „Kapital“ und der drei Bände über die „Theorien über den Mehrwert.

Lothar Seidel, Frankfurt am Main im Juni 2022


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