Schelling Werke

Schelling 1755 - 1854

SW1 SW2 SW3 SW4 SW5 SW6 SW7 SW8 SW9 SW10
zeispephy.1 zeispephy.2 SW2.1 SW2.2 SW2.3 SW2.4
Ein quantitativ kleiner, vielleicht 10% iger, dafür qualitativ bedeutender Teil von Schellings Werk ist seine Wiederentdeckung der Anfänge des Seins, die von Parmenides und Aristoteles zuerst erforscht worden sind, um dann in dem arche-Muckefuck Gott für viele Jahrhunderte entsorgt zu werden. Zwar gibt es unter den Neueren Philosophen die Descartes und Spinoza, die dem arche-Ersatz die eine arche der Materie entgegensetzen, aber die meisten der Neueren tischen uns denselben, nur noch nervtötenderen Muckefuck auf, als es die Scholastik getan hat. Noch nervtötender, weil bei den Scholastikern wenigstens System dahintersteckt, während der systemlose Brei der Neueren, den sie mit ihrem Gott-Moral-Ethik-Politik-Gebräu auftragen, unerträglich ist. Weitere gefühlte 20% in Schellings Werk drehen sich im Kreis um die eine Frage, wie das Sein ins Bewusstsein kommt. Die restlichen 70% sind das große Zusammenrühren, das alles-ist-eins-Gerede und romantsich-phantastische Schwärmereien, auf die man verzichten kann. Wegen der 10% lohnt die Lektüre. Hier liegen bis jetzt Zitate aus Schelling Werke 2-4 und 10 vor, sowie aus den beiden Bänden der Zeitschrift für spekulative Physik, die zum großen Teil auch in SW4 sind. Ob und wann ich auch die anderen nach Zehnprozentigem durchsuche, ist offen. Lothar Seidel, Frankfurt am Main März 2021