SGML Die DTDs um html und die general.dtd

Die alte Beziehung zwischen SGML und HTML war eine spannungsgeladene Entwicklung vom Niederen zum Höheren, die sich im Mittelteil der Pyramide von HTML1 bis html4 vollzogen hat. In html4 beginnt der Neue Weg, indem es als HT zu einer SGML app wird (Kap. 25). Die anderen HTML DTDs aus dem Mittelteil sind nicht nur von historischem Interesse, weil sie diese Entwicklung benennen, sondern auch, weil sie die Bedeutung der html.dtd für SGML klarmachen. Die general.dtd aus dem Annex E von SGML ist trotz grundlegener Unterschiede zur HTML Familie die gemeinsame Basis der HTML DTDs sowie aller anderen DTDs, weil sie die Ur-DTD ist. Mit dem Versuch von XHTML und XML, es SGML gleichzutun, die Basis zu verschlanken und SGML dadurch für das WWW überflüssig zu machen, begann die Entwicklung vom Höheren zum Niederen. Und mit der endgültigen Verleugnung der Herkunft aller markup Sprachen durch HTML5 versuchen die Autoren von WHATWG und vom W3C etwas ähnlich Verheerendes in Gang zu setzen, wie es seinerzeit Boethius mit seiner Lesart der Analytik des Aristoteles mit Erfolg getan hat. Den Zugang zum Wort soll nur noch der bekommen, der das erlesene Betriebssystemchen des erlesenen Betriebssystemcheneigentümers pachtet. Das wird jedoch nicht dessen Erfolg haben, weil die markup languages nicht von oben, sondern von unten regiert werden.Und weil HTML5 überhaupt keine markup language ist, sondern wie HTML1 ein Dokument, das mit einer markup language geschrieben ist. Immerhin hatten die beiden Autoren des HTML1 Entwurfs noch den Anstand, die DTD in der document type declaration hinzuzufügen. Wenn nicht der Anstand, so ist den DMLern das Wissen abhanden gekommen, was sie tun. Eine Sprache ohne deren syntaktische Elemente zu erstellen, ist schon ein starkes Stück. DML ist die DTD dazu.

Der alte Weg mit Tim Berners-Lee.

Der neue Weg mit Charles Goldfarb.